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Bernd Hillebrands

2014 hat Bernd Hillebrands mit seiner Frau Kerstin Neuwirth und Sohn Korben den Weg zu uns

in den Stadthäger Motor Club gefunden. Die ganze Familie hat wirklich "Benzin im Blut" und ist

dem Motorsport seit Jahren verbunden.

Nicht nur Sohn Korben ist ein ziemlich talentierter und hoch motovierter Kart-Slalom und REC-Fahrer,

sondern auch Bernd ist schon lange als Fahrer aktiv.

Das aktuelle Fahrzeug ist ein Trans Am Mustang Bj. 1968.

  


 

Schnelles Pony in Assen (ADAC-Racing Days der RSG Hamburg am 26./27.8.2017 in Assen)

Der Mustang von Bernd sollte mal wieder aus dem Stall gelassen werden. Die ADAC-Racing Days der RSG Hamburg am 26./27.8. in Assen fielen in eine Lücke im diesjährigen Rennkalender von Korben. Jürgen Eckert von Motorsport Eckert in Eimbeckhausen, Freund und Schrauber von Bernd, hatte auch Zeit; er musste anstelle von Bernd, der dieses Jahr keine Lizenz beantragt hatte, auf den Sattel steigen.

 

Sie gingen in der Kurzstrecke der Fahrergemeinschaft Historischer Rennsport (FHR), der HTGT um die Dunlop Trophy, an den Start. Hier sind Tourenwagen, GT und Zweisitzer bis Baujahr 1971 zugelassen. Am Sonnabend waren ein Pflichttraining und ein Qualifying mit je einer halben Stunde angesetzt. Schon im Training zeigte sich, dass der Mustang das schnellste Pony unter den fünf anwesenden Pferden war. Es verlor etwas Getriebeöl, das auf dem Auspuff verrauchte, und wieherte etwas laut, aber innerhalb der zulässigen Lärmwerte. So konnte es Jürgen im Qualifying, das durch lange Gelb-Phasen wegen verlorener Reifen (ein Lotus Elan, ein anderer Mustang) geprägt war, ruhiger angehen lassen. Trotzdem reichte es für Platz 6 in der Startaufstellung.

Als Bernd das Auto wusch, dafür die Räder abnahm und die Felgen genauer betrachtete, fiel ihm auf, dass sich in einer Felge an zwei materialarmen Stellen winzige Risse zeigten. Zum Glück hatte er eine Ersatz-Felge dabei und konnte sie beim anwesenden Reifenhändler mit dem vorgeschriebenen Gummi neu beziehen lassen. Auch das Leck für das Getriebeöl wurde gestopft.

 

Fast wie neu stellte sich der Mustang dann am späten Sonntag mittag an den Start. In der Langstreckenserie der FHR waren u.a. drei Porsche ausgefallen, die auch für die HTGT genannt hatten; der Fahrer des Ford GT 40 musste vorzeitig abreisen. Sie fehlten in der Startaufstellung zum HTGT-Lauf. Das auf 15 Fahrzeuge dezimierte Feld bestand u.a. aus einem Ford Lotus Cortina, zwei Lotus Elan, einem Alfa Romeo GTAm, zwei Mercedes, fünf Mustangs in zwei Klassen, einem Porsche 914/6, einem Porsche 911 ST, einem Marcos 1800 GT und einem – sehr lauten und sehr schnellen – BMW 1800 TISA. Jürgen musste den zweiten Lotus Elan und den Porsche 911 ST, die nach dem Qualifying noch hinter im lagen, vorbeilassen und beendete das Rennen auf Platz 1 in der Klassen- und auf Platz 5 in der Gesamtwertung. Es wäre sogar Platz 4 in der Gesamtwertung geworden, wenn er in der Fahrerbesprechung zugehört und die 120 Sekunden Boxenzeit beim Pflichtboxenstopp eingehalten hätte. Der vorschnelle Aufbruch brachte ihm 35 Strafsekunden ein. Der zweite Mustang in der Klasse, gefahren von Christian Nordal aus Dänemark, kam mit zwei Runden Rückstand auf Jürgen ins Ziel.

 

Keine Zuschauer, relativ kleine Teilnehmerfelder, keine Minis am Start – das war vor Jahren noch anders. Dafür jede Menge Platz im Fahrerlager und strahlender Sonnenschein. Und angewandte experimentelle Physik beim Aufhängen der havarierten Fahrzeuge zwecks Bergung. Der dritte Testlauf für den Mustang innerhalb von zweieinhalb Jahren war ein Erfolg; Bernd und Jürgen sind zufrieden.

(Bericht und Fotos von Kerstin Neuwirth)

  

Weitere Fotos in der Bildergalerie

 

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Hier berichtet von Bernd von seinem Rennen

am 18./19. April 2015 in Hockenheim

 

Anbei ein Bild vom Anfang der Arie vor fast 9 Jahren.



Nachdem wir nun nach 8 Jahren Bauzeit und fast einem Jahr Papierkrieg alles beisammen hatten, konnten wir endlich zu unserem ersten Lauf im FHR Langstreckencup antreten. So sind Korben und ich sehr gespannt auf das, was da kommen mag, nach Hockenheim zum Preis der Stadt Stuttgart gefahren.
Unsere Wohnkabine hat über den Winter ein neues Dach bekommen und der PickUp am Donnerstag einen neuen Klimakompressor samt Riementrieb. Da sollte nichts schief gehen.
Nach der Fahrzeugabnahme konnte ich dann Samstagmorgen zum ersten RollOut aufbrechen.

Freies Training: Nachdem ich zwischendurch fast 2 Jahre einen 65er Mustang gefahren bin, stellte ich mit Freude fest, dass das Auto geht wie verrückt. Da muss ich mich erst mal umgewöhnen. Auch die moderneren Reifen verhalten sich deutlich anders als die Dunlop Racing, die bis 1965 vorgeschrieben sind. Das Auto ist zu kurz übersetzt, aber das können wir richten.
Aufgetreten sind starke Vibrationen im 4. Gang (Antriebsstrang).
Schäden: Entlüfter an der Hinterachse verloren (Ölverlust), Gestänge am Rückwärtsgang verloren.
Also alles gerichtet, die Kardanwelle in einer anderen Lage montiert und abends Qualifying 1.


Q1: Leider waren wie zu erwarten die Vibrationen unverändert. Ich hab dann trotz allem zweimal auf der Parabolika das Gaspedal stehen gelassen. Die Übersetzung ist also klar zu kurz und das Pony hat wieder einige Teile abgeschüttelt (Chromrahmen, Windschutzscheibe, Eckrahmen, hinterer Kotflügel). Die hintere Ecke hat mein Betreuer Korben abends auf der Start-Zielgeraden wiedergefunden.
Unter diesen Umständen bin ich mit den Zeiten überaus zufrieden.

Aufgrund der Vibrationen hab ich dann abgebrochen und wir sind am Sonntagmorgen nach Haus gefahren.
Nun werden wir also eine andere Firma zum Wuchten der Kardanwelle suchen und die Übersetzung ändern und natürlich alles durchsehen.
Die Nordschleife im Mai werden wir wohl auslassen, zumal wir dort wahrscheinlich noch eine andere Übersetzung bräuchten. Also wird der GP-Kurs Nürburgring am 5.-7. Juni angepeilt.
Einen Riesendank an meinen besten Freund, Fahrer und Mechaniker Jürgen Eckert, der leider den ersten Versuch nur mit Hilfe von Internet und Telefon miterleben konnte.
Das ist ein super tolles Auto, das er für uns gebaut hat, und ich hab nichts, auch nur annäherungsweise, Vergleichbares in meinem Leben gefahren.
So Long
Bernd

 

Fotos von Bruno Badina, Haguenau