Sven Meissner


 


Sven seine "Rennkarriere" begann als Jugend-Kart-Slalom Fahrer bei uns im Stadthäger Motor Club.

Unterstützt durch seine Eltern Eva-Ruth und Dietmar Meissner war Sven recht erfolgreich auf der Rundstrecke unterwegs.

Da er beruflich nun durch seinen Beruf keine Zeit mehr hat,um Rennen zu fahren,sind keine aktuelleren Berichte mehr auf dieser Seite.

An dieser Stelle berichtete er in loser Reihenfolge über seine Saison.


            

 Freies Training in Hahn

Kartsaison 2007 – Sven Meißner

 

Wie bereits im letzten Jahr, habe ich mich für die Rotax-Max-Challenge in der  Klasse Max Senioren eingeschrieben. Ein Platz unter den Top 5 am Jahresende ist mein Ziel!

 

Auch dieses Jahr setze ich wieder auf mein Chassis aus der Schweizer Edelschmiede „Swiss Hutless“ und die Erfahrungen meines Teamchefs Roland Schneider (www.rs-kartsport.de) und Ingo Emeneggers (www.kart-racing-baden.de).

Nach einem eintägigen Test in Wackersdorf, wo auch gleich das erste Rennen stattfinden sollte, hatte ich mich auf die neue Saison eingeschossen – das erste Rennen konnte kommen.

 

Im Prokart-Raceland Wackersdorf hatten sich einige Gaststarter aus dem Ausland angekündigt, da dort ein paar Wochen später der 2. Lauf zur Rotax-Europameisterschaft stattfinden sollte. Für starke Konkurrenz und reichlich Rennaction war also gesorgt!

 

In dem somit sehr stark besetzten Feld von 58 Fahrern musste ich mich behaupten! Die Leistungsdichte war, wie bereits aus letztjähriger Saison bekannt, enorm. Großes Manko des Wochenendes sollte mein Abschneiden im Zeittraining werden: Hier wurde ich nur 34. und musste in der Folge auch noch in den Hoffnungslauf, um mich für das Finale der 34 besten Fahrer zu qualifizieren (es kommen aus 2 Prefinals insges. nur 24 Fahrer direkt weiter).

Das Wochenende beendete ich schließlich am Sonntag mit Platz 19 von 58 gestarteten Teilnehmern – für den Saisonstart ein passables, aber nicht zufriedenstellendes Ergebnis, zumal mit einem besseren Qualifying sicher mehr drin gewesen wäre.

 

Das zweite Rennen dieser Saison sollte dann vier Wochen später in Oschersleben stattfinden. An dieses Wochenende stellte ich an mich selbst sehr große Erwartungen, zumal ich bereits im letzten Debütjahr fast in die Top 10 gefahren wäre.

 

Auf Anhieb kam ich super zurecht, mein Chassis lag perfekt und motortechnisch gab es auf der Highspeed-Strecke in der Magdeburger Börde auch nichts zu bemängeln. Dieses Wochenende war ich zwar ohne die Hilfe meines verhinderten Teamchefs Roland Schneider angereist, konnte mich aber allzeit auf die super Unterstützung und das Know-How von Ingo Emenegger verlassen.

 

Von den freien Trainings bis hin zum Finale sollte es ein super Wochenende werden: Das Qualifying schloss ich mit knapp 4/10-Sekunden Rückstand auf Platz 13 ab. Damit war ich fürs erste zufrieden.

Das Prefinale sollte dann der erste richtige Lichtblick der Saison werden: Von Startplatz 7 aus wurde ich 3. von 23 gestarteten Piloten, was mir Startplatz 5 fürs Finale bescherte!

 

Im Finale erwischte ich einen Bombenstart und überraschte alle meine Vordermänner: Ich kam als 1. aus der ersten Runde zurück! Allerdings konnte ich die Pace zweier Hintermänner nicht ganz mitgehen und beendete das Rennen auf Rang 3. Ein super Erfolg!

 

Vor dem dritten Rennen in Liedolsheim legte ich eine Trainingssession an selbiger Stelle ein. Zum Motor einfahren und Strecke kennen lernen fand ich optimale Bedingungen vor: Ich hatte die gesamte Strecke für mich alleine!

 

Das dritte Saisonrennen sollte dann ein ernsthaftes Problem für mich bereithalten: Die Strecke in Liedolsheim besteht aus zwei komplett unterschiedlichen Teilen – einem sehr schnellen und einem sehr langsamen teil. Mein Problem war es das ganze Wochenende über, dass ich aus der langsamsten Kurve, der sog. „Baumkurve“ sehr schlecht heraus kam. Alle Konkurrenten machten an dieser Stelle mehrere Meter gut. Alle Änderungen, sei es am Chassis, Motor oder Fahrstil halfen nichts! Als Folge kann sich dann natürlich auch keine richtig schnelle Rundenzeit ergeben und so beendete ich, nachdem ich mich im Finale noch mit viel Kampf bis auf Platz 11 vorgekämpft hatte, jedoch von einem Konkurrenten unsanft in die Wiese befördert wurde, das Rennen auf einem mageren 19. Platz. Echt schade!

 

Das vierte Saisonrennen fand auch dieses Jahr auf Deutschlands höchstgelegener Kartbahn in Wittgenborn statt. Die geografische Lage und der damit verbundene Leistungsverlust sollte allerdings nicht zum Problem werden...

 

Da mir die anspruchsvolle Streckenführung mit der Tücke, eine sehr saubere „Linie“ zu finden, liegt, ging ich optimistisch an die Veranstaltung heran. Auch setzte ich auf die Performance des Swiss Hutless Chassis, das insbesondere in den Highspeed-Passagen eine sehr gute Fahrbarkeit bietet.

 

Dass dann im Zeittraining nur Rang 27 von 42 Startern heraussprang, war eine umso größere Enttäuschung. Dennoch schaute ich nach vorn und kämpfte mich im Prefinale von Rang 14 gestartet bis auf Platz 6 vor. Somit war zumindest einmal die direkte Teilnahme am Finale gesichert.

 

Das Finale verlief zunächst sehr gut. Schon am Start (Startreihe 6) machte ich einige Positionen gut – selbiges gelang mir auch schon im Prefinale – und fand mich nach ungefähr der Hälfte der Renndauer in den Top Ten wieder. Doch dann kam, womit niemand gerechnet hatte... in Runde 9 löste sich der Starterkranz und mit ihm die Kupplung – der Vortrieb ging mehr und mehr verloren. Letztendlich musste ich mein Kart in der 10. Runde abstellen. Sehr sehr ärgerlich, zumal es nach dem schlechten Qualifying doch fast ein versöhnliches Wochenende hätte werden können. Was soll’s, ich schau weiter nach vorn...

 

... und zwar zum Saisonfinale auf dem Flughafen Hahn / Hunsrück. Hier hatte ich mir noch einmal sehr viel vorgenommen. Das Material sollte perfekt gerüstet sein, der Motor frisch überholt und und und...

 

ABER, es sollte alles anders kommen als erhofft! Schon die ersten Ausfahrten auf der Strecke zeigten mir, dass dieses Wochenende nicht viel zu holen sein würde – dem Motor fehlte es einfach an „Biss“. Dies wurde besonders spürbar auf dem bergauf Geschlängel gegenüber Start und Ziel. Hier verlor ich pro Runde etwa 4 Meter auf meine Konkurrenten. Nur mühsam konnte ich diese Lücke im Verlauf der Runde wieder zufahren. An einen erfolgreichen Angriff ist dabei natürlich nicht zu denken. Ich kämpfte quasi mit stumpfen Waffen, was mir schließlich auch die Teilnahme am Finale verwehrte, zumal mich mehrere Mitkonkurrenten auch das ein oder andere Mal „abgeschossen“ hatten...

 

Insgesamt kein schöner Abschluss einer mehr unglücklichen als glücklichen Saison. Dennoch gebe ich mich optimistisch für die nächste Saison, die ich sehr wahrscheinlich in der „MAX / World Gruppe“ bestreiten werde.

 

Schließlich geht noch ein ganz besonderer Dank an meine Eltern, meinen Schrauber Ingo, der sich mehr als nur einmal den Kopf „zerbrochen“ hat auf der Suche nach dem perfekten Setup sowie meinen Team- und Fahrerkollegen. Wir sehen uns...!

 

 

Euer Sportkollege Sven Meißner, Start-Nr. 247.

 

Stand: 15.11.2007

   

   

                                               in Liedolsheim

    in Wittgenborn